Zurück, noch weiter, weiiiiter, aber immer schön nach vorne schauen
Nachdem ich wieder in übelster Weise psychisch unter Druck gesetzt wurde, liessen die Rückfälle und schlimmen Träumen nicht lange auf sich warten.
In Folge dessen ist mein linkes Handgelenk 4-fach geklammert und das rechte 1-fach getaped ![]()
Es ist einfach grausam. Seit vier Jahren kämpfe ich und bekomme keine Ruhe.
Am Mittwoch habe ich einen Termin in der psychiatrischen Ambulanz.
Ich hoffe, ich träume, ich baue Schlösser für meine Zukunft, weil ich doch noch so viel erleben will…
Wenn einer nicht aufhören kann…
Hat gut funktioniert.
Also bleibt es so.
Er stellt fest, er hat Macht, er hat Recht. Punktum.
Jedenfalls sieht er das so.
Ich nicht, aber gut..
Seitdem es sich tatsächlich jemand gewagt hat, in seinem Revier
zu wildern, ist alles schlecht, wird 1000-fach diskutiert und um keinen fingerbreit nachgegeben.
Ja, kein Wunder, dass ich genug habe.
Das ist so anstrengend!
Es reisst mich so runter..ich muss mich schon
stark beherrschen, und bin froh, jemanden an der Seite zu haben,
der mich dermassen auffängt, mich verpflastert und mir gut
zuredet und sich sogar um die Kinder kümmert, damit ich ein wenig
versumpfen kann.
last time?!
Dies wird vorerst mein letzter Eintrag. Back to real life. Pourqoui? Weil es grad so viel spannender, so viel schöner, so viel spassiger ist, als das virtuelle. Von jetzt auf gleich drehte sich alles. Von jetzt auf gleich war und bin ich nicht mehr alleine. Es ist schön, aber es macht mir auch Angst. Liebe macht verletzlich. Ich hab die Mauern fallengelassen, und ich beginne vollends zu vertrauen. Und DAS ist saugefährlich! Ich frage mich da 1000 Sachen. Auf der einen Seite frage ich mich, ob es nicht vielleicht morgen schon vorbei ist, ob er sich nicht zu sehr gebunden fühlt, ob ich es schaffe, einiges nicht persönlich zu nehmen und mich nicht in Flashbacks zu verlieren. Da sind so viele Fragen. Auf der anderen Seite, lass ich es einfach zu, ich lasse es geschehen und sehe, wohin es uns treibt. Nicht zu viel denken, einfach sehen, was daraus wird. Momentan treibt es uns paddelnd auf der Lahn dahin oder in den Asiasupermarkt 10 kg Reis kaufen oder auf einen Schrottplatz Autos schrauben oder bei den Ritterfestspielen lagern und auf Feuer kochen. Die ganzen Sachen, die ganzen Gefühle, die ich nie erleben durfte. Und wenn wir mal ganz ehrlich die rosarote Brille absetzen, sehen wir zwei dezent psychisch labile Personen, die Schiss vor zu viel Nähe haben, sie aber dennoch brauchen. Und so wollen wir zusammen sein, saugen den Duft des anderen ein, fahren gemeinsam die verrücktesten Aktionen, klammern uns nachts an den anderen, als könnte er sich plötzlich in Luft auflösen, aber hängen ebenso gemeinsam im tiefsten Loch fest, wobei der eine den anderen rauszieht. Und das im ständigen Wechsel. Sauanstrengend, aber doch sauschön! Es ist gut wie es ist. Supergeil, dass das Leben so spielt, auch, wenn es teilweise scheissendrecks anstrengend ist. Das Leben ist eben kein Ponyhof, aber man kann zumindest versuchen, leckeren Hafer zu bekommen!
Rüüüückzug!
Das Internet hilft, es hilft oft.
In Form von Ablenkung, im Form von Information oder um reale Treffen zu organisieren.
Das ist toll! Ich finde es suuuuuupergut.
Nur irgendwann, wenn man merkt, dass sich virtuell einiges anders darstellt als im RealLife,
wenn man zu viel online ist und man damit nur von sich und seinen Problemen ablenkt,
dann wird es Zeit zu sagen “Leute, es war wirklich schön, ich hab euch gern, aber ich brauche eine Auszeit!”
Und ich finde das völligst legitim.
Ab und an muss man sich zurückziehen, sich besinnen und sagen “Moment mal, wie war das nochmal..?!”
Ich brauche aktuell diese Auszeit.
Um mir über einiges klar zu werden,
um die Beziehungen zu Menschen zu klären,
um meine realen Verhältnisse zu ordnen.
Die Freiheit nehme ich mir, weil ich sie brauche und ansonsten untergehe.
Trash..back
Es ging gut, es ging lange gut.
Irgendwann ging es nicht mehr gut. Das war vor 3 Wochen. Da war es plötzlich zu viel. Zu viel an Verpflichtungen, die sich stapelten. Zu viel an Problemen, die man nicht zackzack lösen kann. Zu viel von allem.
Gleichzeitig war es zu wenig. Zu wenig Unterstützung, zu wenig Da-Sein, zu wenig Verstehen und zu wenig sehen-wollen.
2 Kugeln in meiner Hand. Die eine ist kein rohes Ei und möchte was TUN. Die andere braucht temporär ruhe, zwischendrin, zwischen dem TUN der anderen Kugel.
Manchmal, wenns arg ist, bekomme ich die Balance zwischen diesen Kugeln nicht hin. Dann leiden andere, weil ich Verabredungen absagen muss. Dann leidet die eine Kugel, weil sie doch will.
Und ich leide mit. Meine Haut leidet mit, weil sie wehtut. Mein Herz leidet mit, weil es die Enttäuschung der anderen spürt. Meine Seele leidet mit, weil ich das Ungleichgewicht spüre.
Ich weiss, ich bekomms hin. Das tu ich immer. Gebt mir noch eins, zwei Tage, dann ist es wieder gut.
surcharge emotionnelle..
..oder anders: ich bin emotional irgendwie *händeinluftwerf* total überfordert!
Obwohl ich es geniesse! Und zwar in allen Zügen
es ist schön, es ist ..nicht allein, es ist lustig, verrückt, total crazy und abgedreht. Es ist anstrengend, fordernd und verlangend. Denn es verlangt Aufmerksamkeit.
Nun, ja was denn? Warscheinlich tackert ihr mich schon gedanklich an die Wand.
Worum gehts?
Ich habe schon vor einiger Zeit geschrieben, dass ich mich traue, mich auf eine Freundschaft einzulassen, und obwohl wir uns am Anfang sehr langsam annäherten und herantasteten, sind wir urplötzlich SO dicke!
Mir macht das Angst. Und doch wieder nicht!
Weil es schön ist, weils toll ist…
Aber es macht mich auch verletzlich.
Ich mag nicht wieder..ja was? Abhängig sein von einem schönen Gefühl, was mir entgegengebracht wird.
Oder anders: ich mag nicht etwas erleben, was so schön ist, dass ich es später vermissen könnte.
Und dennoch, vielleicht auch, um über den eigenen Schatten zu springen und diese Angst hinter mir zu lassen, bleib ich dabei, bei diesem Dicke-Freundinnen-Ding und geniesse jeden Tag des gegenseitigen Lernens, des einander sein lassens..
Halt, Moment, was mein ich denn nun damit?
Eigentlich ganz einfach: bei einer Freundschaft hält es sich die Waage, jemandem zu sagen “hey, das da ist Bockmist was du treibst!” und zu sagen “ich find das da nicht gut, aber es ist deine Sache und wenn du mich brauchst bin ich exakt hier, an deiner Seite!” oder vielleicht auch mal gar nichts zu sagen und zu warten, bis der andere sich äussert oder etwas sagen möchte.
Die Waage..die isses, die schöne Mitte, die es macht. Der feine Unterschied zwischen Einmischen und Zurückhaltung, zwischen dem vorwurfsvollen “ich habs doch nur gut gemeint” und dem “mach doch was du willst!”
Und die Wahrheit! Die Wahrheit ist auch wichtig. Nicht sofort und nicht alles auf einmal, aber Stück für Stück und nach und nach. Ich kann schwerlichst den Holzhammer schwingen und im Schwimmbad meine Narben auspacken und gleichfalls die ganze Geschichte dahinter. So läuft das nicht! Aber während eins, zwei Abenden, während man nur auf die Pause zwischen dem Film wartet, um zu reden, da kann man das klären. Nach und nach.
Während der Andere so Zeit hat, das zu verdauen, bilden sich langsam aber sicher Klarheiten heraus.
Klarheiten, die mir zeigen, ob mich der andere versteht, ob er mich unter Druck setzt oder ob ich einfach mal so sein darf wie ich bin mit all meinen Verrücktheiten und Spinnereien.
Ich bin ich. Nicht perfekt, aber gut
Nicht pünktlich, aber wenn ich da bin, dann bin ich auch in voller Gänze da, mit all meinen Sinnen. Wenn ich jemandem vertraue, dann tue ich es voll und ganz. Wenn ich jemanden freundschaftlich liebe, dann Bedingungslos.
Sie ist wie sie ist. Nicht perfekt, aber gut
Lebensspuren
Manchmal trägt man die Spuren des Lebens nicht nur in sich…
Gespräche ohne Sinn
| he 18:54 |
| soooo, die schulsachen sind alle besorgt |
| me 18:54 |
| *muffinsback* *hinschiel* |
| me 18:54 |
| hast jetzt auch das mäppchen doch oder net? |
| he 18:54 |
| neee, hab ich net |
| he 18:54 |
| hast ja gesagt |
| me 18:54 |
| gut *schweissabwisch* |
| he 18:55 |
| obwohl |
| he 18:55 |
| auf deine eltedn ist auch kein verlass |
| me 18:55 |
| du bist echt nie zufrieden, wenn jemand anders was besorgt :-/ das ist schade |
| he 18:55 |
| vieleicht hätte jch doch eine reserve holen sollen |
| me 18:55 |
| dann besorgs selbst *schulterzuck* |
| he 18:56 |
| naja, ich bin nur gespannt ob das funktioniert |
| me 18:56 |
| na, ich denke, wenn du so denkst: besorgs selbst. |
| me 18:56 |
| dann musst du dir keine gedanken über unzuverlässigkeit machen und fertig |
| he 18:57 |
| neee, du hast gesagt ich solls nicht holen weil die oma was machen will und dann ist gut |
| he 18:57 |
| deswegen habe ich auch keine geholt |
| me 18:58 |
| dann mecker aber bitte auch nicht dran rum *kopfschüttel* sie besorgen es, m. wird sich so oder so freuen und gut ist es…der freut sich doch jetzt schon wie hulle über alles was mit der schule zu tun hat. |
| he 18:58 |
| er braucht die aber am dienstag für die erste stunde |
| me 18:59 |
| was ja logisch ist..wo genau ist da das prob? |
| he 18:59 |
| gar keins |
| he 18:59 |
| noch nicht |
| he 18:59 |
| ok |
| me 18:59 |
| *händeinluftwerf* du bist manchma kompliziert |
| he 19:00 |
| wollte nur das los werden |
| me 19:00 |
| sehr schön, dann back ich jetzt weiter |
| (Ich möchte hier einwerfen, dass der Ton meinerseits schon unendlich mehr Mut verlangte, als viele sich das vorstellen können) |
Step 1 and 2 and backwards and again..
Notfallplan lautet wie folgt:
Step 1: Aussprechen und ausschreiben, dass es einem nicht so gut geht. Per Telefon, per SMS, per Mail. Ganz wichtig: blos nicht glauben, dem anderen wäre es zu viel Ballast oder es würde sie nicht interessieren. Dann rufst du nie an!
Step 2: Googlen. Suche dir die Telefnnummer der Seelsorge raus oder der Psychiatrischen Ambulanz.
Backwards: sich nicht trauen anzurufen und da dann gemeinsam mit einer anderen Person zu tun oder diese Person bitten anzurufen. Bestenfalls direkt einen Termin ausmachen!
Again: Schweigen tötet! Sagst du nichts und hast ganz genau das Gefühl, dass du eine Gefahr für dich selbst bist und nicht genug Kraft hast, was dagegen zu tun (ja ein langer Satz, ich weiss *g*) wird das höchstwarscheinlich schiefgehen
Also trau dich! Mach die Schritte nacheinander, aber mache sie!
Irgendjemand wird immer für dich da sein, da bin ich mir sicher
FÜHLENS-WERT!
Manchmal ist das Leben morgens schon ein Kampf.
Aufstehen und keinen anpampen ist unter bestimmten Umständen schon ein Kraftakt.
Wenn die Kinder aus dem Haus sind, kommt etwas anders in selbiges: die Post!
Briefe vom Anwalt, von Inkassounternehmen, Gerichtsbescheide oder Werbung für Dinge, die ich mir eh nicht kaufen kann wie z.B. ein neues Sofa oder überteuertes Kinderspielzeug.
Nicht unerwähnt sollen hier Mails von Therapeuten bleiben, die allein für ihre Antwort schon Geld verlangen oder Mails meines Ex, der mir sagt, dass ich gewisse Dinge nicht vergssen soll.
Ganz nebenbei erreichen mich dann noch Telefonate der Arge oder meiner nahen Anverwandten, die mir Dinge erzählen, die ich teilweise gar nicht wissen will.
Und irgendwann ist dann fertig.
Aus!
Ich kann nicht mehr, ich mag nicht mehr und alle können mich mal kreuzweise, vor allem ich mich selbst.
Dann mag ich nicht mehr schlucken, weder Essen noch trinken.
Dann muss ich mich fühlen, mich spüren und das geht allein übers wehtun.
Im besten Falle schaffe ich es dann noch eine SMS abzusetzen und mir so einige helfende Worte zu holen.
Im schlimmsten Falle fahre ich das Notprogramm, welches Kinderversorgung und Eigenschutz (nein, du tust dir nicht weh) beinhalten.
Und wenn ganz böse kommt nehme ich lieber ein Medikament zum Schlafen, anstatt Blödsinn zu machen.
Ich sehne mich dann danach, dass mich jemand in den Arm nehmen und schuggeln möge und mir sagt, dass alles gut wird.
Aber gleichsam schreie ich, dass mich alle in Ruhe lassen sollen.
Loslassen, nicht anfassen!
An diesem Punkt möchte ich mich bei allen jenen entschuldigen, die in meinen argen Zeiten abweisende Worte von mir erhalten und mich bei den Leuten bedanken, die mir so viel Positives sandten, dass sie mir ein Lächeln entlockten.
Dann passiert etwas, was ich kaum in Worte fassen kann, weil es sich so merkwürdig anhört.
Ich bekomme das Gefühl, dass ich nicht egal bin, dass ich jemandem wert bin.
Das ist ein irrsinniges Gefühl der Wärme.
Das Gefühl, nicht allein zu sein.
Das macht mein Leben urplötzlich fühlens-wert!


